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 Hinter Gittern

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BeitragThema: Hinter Gittern   Do Nov 13, 2008 4:12 pm



Immer wenn jemand vorbeikommt und kurz vor ihnen stehen bleibt haben sie erneut Hoffnung diesem Zustand endlich zu entkommen. Doch dann gehen die meisten schnell wieder weiter und sie stehen wieder alleine da. Traurig sehen sie den Leuten nach, die vorbei gehen um jüngere Artgenossen zu sehen. Immer wieder werden sie enttäuscht wenn sie sich einmal Hoffnung gemacht haben.

Manche versuchen ihren ganzen Charme spielen zu lassen. Lehnen sich gegen das Gitter um gestreichelt zu werden. Oder stecken die Schnauze hindurch um die Hände abzuschlecken, doch oft hilft auch das nicht, denn ihre jüngeren Artgenossen werden bevorzugt. So müssen viele von ihnen den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen und zusehen wie die jungen von ihnen immer wieder ein neues, schönes Zuhause finden, während sie selbst zurückbleiben müssen. Oft auch aus einem Grund für den sie gar nichts können, weil sie alt und krank sind, oder weil sie als Kampfhunde bezeichnet werden.

Manche geben die Hoffnung schließlich auf, sie kommen nicht mehr aus ihren Verstecken wenn Besuch kommt. Sie werden ja doch nur wieder vorbeigehen.

Andere versuchen sich mit allen Mitteln aus ihrem Elend zu befreien. Sie bellen und springen um Aufmerksamkeit zu erhalten, doch genau das vertreibt die meisten Besucher, denn sie glauben, dass jene auch in ihrem neuen Zuhause so aufgedreht und unartig wären. Und so nutzt ihnen auch die größte Anstrengung nichts.

Die Menschen wollen eben nur Welpen, junge, süße Hunde, oder zumindest kleine Artgenossen.

Die älteren, größeren Tiere bleiben zurück, oft um hinter Gittern zu sterben. Nur manchmal haben sie das Glück wenigstens auf einem Gnadenhof ihren Lebensabend verbringen zu dürfen. Und nur sehr selten holt sie doch jemand in ein neues Zuhause. Aber das passiert nur wenigen.

Dabei haben sie noch Glück, denn in diesem Haus werden sie nicht eingeschläfert, wenn sie niemand abholt.

So werden sie weiterhin alles versuchen um Menschen zum Stehenbleiben zu bewegen, aber sie werden leider fast immer enttäuscht...


Diese Zeilen entstanden nachdem ich das Wiener Tierschutzhaus besuchte um dort ein paar Sachspenden hinzubringen. Obwohl ich wusste, dass es mich sehr verletzen würde, habe ich die Hunde und Katzen dort besucht. Alle Tiere sind wirklich lieb und manche ganz besonders, doch weil sie groß und alt sind haben sie meistens keine Chance auf ein schönes Leben in einem neuen Zuhause. Viele haben traurige Erfahrungen machen müssen und sind deshalb nicht mehr so kontaktfreudig wie andere. Und viele vertreiben leider durch ihr verzweifeltes Bellen und Springen die möglichen neuen Besitzer.

Um auf das Schicksal dieser Tiere aufmerksam zu machen schrieb ich unter Tränen dieses Ficlet. Am liebsten würde ich einige dieser Tiere aufnehmen, doch wir haben schon einen Hund und eine Katze und da wir leider nur in einer kleinen Wohnung leben ist kein Platz mehr für ein weiteres Tier.

Bitte gebt auch älteren, größeren Tieren eine Chance! Sie sind genauso liebesbedürftig wie ihre jüngeren Artgenossen, vielleicht sogar noch mehr...

_________________

Draco Dormiens Nunquam Tilillandus

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